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Wissenswertes

In  unserer  Produktionsstätte  werden  Besen,  Holzspielzeug,  Kerzen,  Seifen, Webwaren usw. in Handarbeit erzeugt. Viele zufriedene Kunden beziehen regelmäßig unsere Produkte. Im Rahmen von Partnerschaften mit Organisationen die über das Spendengütesiegel verfügen, organisieren wir auch Spenden mit Mehrfachnutzen. Als Ausbildungsstätte für Besen- und Pinselmacher, tragen wir wesentlich zur Selbstwertsteigerung im Besonderen von blinden- und sehbehinderten Menschen bei. Das Blinden- und Sehbehindertenförderungswerk, eine Arbeitsstätte mit Mehrwert, in der Menschen vorwiegend mit Sehbehinderungen, sinnvolle Arbeit haben.


Zur Herstellung von Fußmatten, Läufern und Teppichen wird die Kokosfaser zu Garn versponnen. Zur Herstellung von Bürsten- und Besenfasern bleibt sie unversponnen, wird zwischen zwei Walzen plattgedrückt, danach in Wasserbecken eingeweicht und anschließend mehrmals gekämmt. Die Abfälle, die beim Kämmen entstehen, finden als Isoliermaterial Verwendung und dienen der Herstellung von Packpapier und Filz. Die bedeutendsten Lieferländer von Kokosfasern sind Sri Lanka und Indien.Die Kokosfaser, die bei der Bürsten- und Besenherstellung ein etwa ähnliches Einsatzgebiet wie Mexicofibre findet, stammt von der Frucht der Kokospalme (Cocos nucifera). Die Fasern lagern zwischen der äußeren lederartigen Schale und der eigentlichen Kokosnuss; sie können bis zu 30 cm lang sein. Die wichtigsten Eigenschaften der Kokosfasern sind ihre Zähigkeit, ihre Nassfestigkeit und ihr geringes Gewicht.


Zur Herstellung von Fußmatten, Läufern und Teppichen wird die Kokosfaser zu Garn versponnen. Zur Herstellung von Bürsten- und Besenfasern bleibt sie unversponnen, wird zwischen zwei Walzen plattgedrückt, danach in Wasserbecken eingeweicht und anschließend mehrmals gekämmt. Die Abfälle, die beim Kämmen entstehen, finden als Isoliermaterial Verwendung und dienen der Herstellung von Packpapier und Filz. Die bedeutendsten Lieferländer von Kokosfasern sind Sri Lanka und Indien.


Fibre


Mexicofibre oder einfach Fibre wird aus den Blattrippen hauptsächlich zweier Agavenarten gewonnen, die auf dem mexikanischen Hochplateau wachsen. Ursprünglich wurden die Blätter von wildwachsenden Pflanzen gesammelt. Später, als eine stärkere Nachfrage nach Mexicofibre einsetzte, wurden auch Plantagen angelegt. Der Versuch, die Fibre liefernden Agavenarten auch in anderen tropischen Hochländern anzubauen, etwa in Ostafrika oder auf Java, scheiterte. Die Pflanzen konnten dort keine für die Bürsten- oder Pinselherstellung geeigneten Fasern entwickeln, so dass Mexico für Fibre ein natürliches Monopol hat. Vom dritten Lebensjahr an werden in den Plantagen die Blätter drei- oder viermal im Jahr geerntet. Die fertig zugerichtete Faser trägt die Handelsbezeichnung "Tampico-Fibre", benannt nach der Hafenstadt Tampico.

Die Vorzüge von Fibre bestehen in außergewöhnlicher Widerstandsfähigkeit gegen Säure, Lauge und Hitze, ebenso hoher Elastizität und optimaler Wasserabsorbierung. Daher hat die Naturfaser Fibre in den Bereichen Scheuerbürsten, Badebürsten, Massagebürsten und Spülbürsten ihren hohen Stellenwert.


Arenga

Arenga oder Gemuti ist eine Blattscheidenfaser. Sie stammt hauptsächlich von der Palme Arenga saccharifera (Zuckerpalme), die in Südostasien weit verbreitet ist. Ihre natürliche Farbe ist dunkelgrau bis blauschwarz, und sie erreicht Längen von bis zu 1,20 Meter. Arenga ist feiner und weicher als die anderen Palmfasern und trotzdem zäh und elastisch.

 

Piassava

Piassava ist ein Sammelbegriff für verschiedene elastische Palmfasern aus Südamerika und Afrika, die zur Herstellung von Bürsten und insbesondere Besen verwendet werden. Im Jahre 1843 wurde Piassava erstmals von einem Besenmacher namens Rowbotham verarbeitet. Die Faser wurde bis dahin bei der Verschiffung von Zucker aus Brasilien zwischen die Zuckersäcke gepackt, um das Gut vor Feuchtigkeit zu schützen.
Im Laufe der Zeit nahm die Nachfrage nach Piassavabesen derart zu, dass die Piassava liefernden Palmwälder in Brasilien stark dezimiert wurden. Dies hatte eine Verknappung und Verteuerung der Fasern zur Folge, bis in Afrika eine Ersatzfaser, nämlich Afrika-Piassava gefunden wurde und sich der Marktentspannte. Afrika-Piassava ist eine Blattstengelfaser und wird aus der in Westafrika vorkommenden Rahia-Palme gewonnen.

 

Bahia

Bahia ist auch eine Blattscheidefaser. Die Bahia liefernde Palme heißt Attalea funifera. Sie gedeiht hauptsächlich auf dem feuchten, sandigen Boden des ost-brasilianischen Bundesstaates Bahia. Die ausgewachsene Palme erreicht eine Höhe von 10 bis 11 Metern. Gewonnen werden die Fasern meist von ca. 6 bis 9 Jahre alten Bäumen, welche erst 6 bis 9 Meter hoch und damit leicher zu besteigen bzw. abzuernten sind.


Borste & Wildschweinborste

Das Wildschwein liefert die längsten, kräftigsten und damit hochwertigsten Naturborsten. Im Gegensatz zum Hausschwein, dessen Winterkleid verwendet wird, ist beim wildschwein auch das Sommerkleid kräftig genug und damit zur Verarbeitung geeignet. Das liegt an dem Leben der Tiere in der freien Wildbahn und dem erreichen eines hohen Alters. Die Verarbeitung erfolgt wie beim Hausschwein. Da die Wildschweinborsten seltener, kräftiger und hochwertiger sind, finden sie hauptsächlich in der Herstellung edler Bürsten Verwendung, wie z.B. Haar- und Kleiderbürsten. Die besten Haarbürsten werden aus dem ersten Schnitt hergestellt. Verwendung findet hierfür das erste Drittel und damit der kräftigste Teil der Borsten, welcher sich an den deutlich sichtbaren braun-weißen Haarwurzeln erkennen lässt. Das etwas weichere zweite Borstendrittel findet z.B. in der Herstellung hochwertiger Kleiderbürsten Verwendung.

 

Rosshaar

Der Ausdruck "Rosshaar" umfasst hauptsächlich Mähnen- und Schweifhaar. Es werden auch Fesselhaare der Tiere verwendet, aber für die Bürsten- und Besenherstellung sind diese zu weich und daher kaum von Bedeutung. Die Haarqualität ist abhängig von Rasse, Geschlecht, Klima und Jahreszeit sowie der Haltung der Tiere. Füchse und Isabellen liefern braunes Haar. Die besonders begehrten weißen Haare stammen vom Schimmel. Im allgemeinen sind Winterhaare besser (kräftiger) als Sommerhaare. Die Haare werden zunächst sortiert auf Längen, Farben und Stärken. Der dabei anfallende Staub gilt als begehrter Dünger und die kurzen Haare gibt man an Rosshaarspinnereien weiter. Die Haarbüschel von annähernd gleicher Länge werden nun mit einer Maschine oder von Hand gekämmt und zu Bündeln von ca 5cm Durchmesser geradegebunden. Diese Bündel werden gekocht und anschließend im Trockenofen getrocknet. Danach werden sie mit der Stockschere auf die gewünschte Länge zugeschnitten und in die verschiedenen Bürsten- und Besenhölzer eingezogen.


Bürsten - und Besenhölzer

für den Handeinzug


Produktübersicht


Strassenbesen

als Flach- und Sattelholz,

von 30 cm - 100 cm Länge

 


Haarbesen

als Flach und Sattelholz

von 26 cm - 120 cm länge


Kokos-
Arengabesen

als Flach- und Sattelholz

von 30 cm - 100 cm länge

 


Kokoshandfeger

als gedrehtes und gefrästes Holz

von 30 cm - 65 cm länge

 

Haarhandfeger

als gedrehtes und gefrästes Holz

von 30 cm - 65 cm länge

 


Schrubber,Wischer,
Scheuerbürsten

in verschiedenen Ausführungen


Stiel-
Kotflügelbürsten

in verschiedenen Ausführungen


weitere Bürstenhölzer

in verschiedensten Ausführungen

Nachfolgend stellen wir Ihnen mit Hilfe unseres blinden Mitarbeiters die Arbeitsabläufe zum Herstellen von Wäscheklammern (Kluppen) vor.
Die traditionelle Fertigungsart fördert besonders die sensorischen und motorischen Fähigkeiten unserer blinden Mitarbeiter. Dieses Handwerk ist eines der ältesten in der Blindenarbeit und wird bis heute mit einfachsten Hilfsmitteln ausgeübt.


Bild 1 beschreibt das Einlegen eines Schenkels in die Federklammer. Hierbei wird durch Tasten der richtige Winkel gefunden und der Schenkel mit Druck in die Klammer eingesetzt.
Hiernach wird, wie in Bild 2 zu sehen ist, das Werkstück gedreht und auf dem Montagebrett so platziert, dass man durch Anhaken die Klammer mit dem Schenkel aufziehen kann und somit den Zwischenraum für den 2. Schenkel geöffnet hält. Nach dem Einsetzen des 2. Schenkelteiles wird der Druck von der Feder genommen - Bild 3 - und die Klammer setzt sich zusammen. Die fertigen Klammern werden noch einmal auf ihre Unversehrtheit und Funktionstüchtigkeit überprüft - Bild 4 - und in die Verpackungseinheit abgezählt.
Wir bieten Ihnen die Wäscheklammer (Kluppen) in Holz oder Kunststoff an.
Die Gebinde sind 50 oder 100 Stück im Beutel verpackt.
1.
Je nach Größe der herzustellenden Kerze wird die Dochtstärke ausgewählt und der Dipper mit einem Messgerät (Lehre) auf die richtige Kerzengröße ein-
gestellt. Der Docht wird, wie auf den Bildern beschrieben, auf den Dipper gespannt.


2 3

4 5

 

2. Tauchvorbereitung
Das geschmolzene Wachs muss vor Produktionsbeginn gut verrührt und der Tauchlift auf die richtige Größe eingestellt werden. Dieses wird in der Regel vom Gruppenbetreuer vorbereitet, der die restliche Produktion nur überwacht.


3. Produktionsvorgang Kerzentauchen
Es wird immer, wie in Punkt 1 beschrieben, ein mit Kerzendocht bespannter Dipper auf den Kerzenlift gehängt und dieser mit der Hand in die Schmelzwanne
mit Kerzenwachs getaucht. Das erste Eintauchen dauert länger, da sich aus dem Docht die Luftbläschen erst verflüchtigen müssen. Erst jetzt kann sich der
Docht mit Wachs vollsaugen. Hiernach wird der Kerzenlift wieder manuell in die Ausgangsposition zurückgebracht. Der Dipper wird abgenommen und kurz abgestellt, damit sich keine Wachszapfen bilden. Der abgetropfte Dipper wird auf das Dipperrad gehängt und der nächste Dipper wird abgenommen. Fühlpunkte
erleichtern den blinden und sehbehinderten Mitarbeitern die Orientierung, welcher Dipper gerade benutzt wird. Es ist wichtig, dass die einzelnen Tauchvorgänge mitgezählt werden. Um dieses zu erleichtern, benutzt der blinde und sehbehinderte Handwerker eine Holzrechenmaschine, auf der er nach jedem Durchgang eine Kugel weiterschiebt. Eine Tafelkerze hat nach ca. 30 bis 35 Tauchvorgängen ihre richtige Stärke. Dieses wird vom Mitarbeiter mit einem
speziellen Messgerät, welches durch Fühlen bedient wird, gemessen.
Wenn alle Kerzen die richtige Stärke haben, werden sie nun in den Finisher gestellt.
Mit diesem Gerät wird das Restwachs, das sich am Kerzenende angesammelt hat, abgeschmolzen. Wenn das Kerzenende sauber gerundet ist, werden die Dochtenden mit einer Schere abgeschnitten. Jetzt können die fertigen Rohkerzen mit unserem Gütesiegel Echte-Handarbeit versehen und für die Lagerung freigegeben werden.

4. Finish
Wenn alle Kerzen die richtige Stärke haben, werden sie nun in den Finisher gestellt.
Mit diesem Gerät wird das Restwachs, das sich am Kerzenende angesammelt hat, abgeschmolzen. Wenn das Kerzenende sauber gerundet ist, werden die Dochtenden mit einer Schere abgeschnitten. Jetzt können die fertigen Rohkerzen mit unserem Gütesiegel Echte-Handarbeit versehen und für die Lagerung freigegeben werden.


Bei einer Bestellung von farbigen Kerzen werden diese aus der gekühlten Lagerung
entnommen und in einem Färbebad der benötigten Farbe, in dem vorher beschriebenen
Tauchverfahren (Wachs Punkt 3), eingefärbt.

5. Reinigung und Vorbereitung für den nächsten Produktionsvorgang
Nach einem Produktionsdurchgang müssen sämtliche Teile, die benutzt wurden, von Wachsresten befreit werden. Dieses ist eine zeitaufwendige Arbeit, aber unbedingt erforderlich, damit eine gleichbleibende Qualität unserer Kerzen erreicht wird.
Das Handwerk des Bürstenmachers
Die Geschichte:

Die Anfänge der Bürstenmacherei verlieren sich im Dunkel der Jahrtausende. Genaue Belege aus der Frühzeit fehlen. Allerdings sind Bürsten als Gebrachsgegenstände schon im alten China und in Ägypten der Pharaonen anzutreffen. Auch die Römer verwendeten sie wie archäologische Funde beweisen. Dabei ähneln die Formen der damaligen Bürsten den heutigen sehr.


Für das deutsche Mittelalter gibt es nur einen Beleg aus dem 13. Jahrhundert, und zwar erscheint die Bürste im Sachsenspiegel von 1220 als Rechtssymbol. Im 16. Jahrhundert muss aber das Bürstenhandwerk sehr weit verbreitet gewesen sein, dann häufige Belege in Handwerksbeschreibungen dieser Zeit weisen darauf hin. Die Bürstenmacher waren in Zünften organisiert. Es handelte sich um ein "geschenktes Handwerk", d.h. die reisenden Gesellen wurden freigehalten und erhielten als Lohn Geschenke (Bürsten und Besen), die sie auf ihren Wanderschaften feilboten. Die Lehrzeit eines Bürstenmachers dauerte je nach Gegend zwischen drei und sechs Jahren. Die Erzeugnisse des deutschen Bürstengewerbes waren berühmt und von hoher Qualität. Sie wurden in dieser Zeit bis in die Türkei gehandelt.
Aus dem 17. Jahrhundert erfahren wir nur einiges über den Borstenhandel. Die besten Borsten kamen zu dieser Zeit aus Polen, wo in weitläufigen Waldungen große Schweineherden gehalten wurden. Auch russischen Borsten waren begehrt. Hauptumschlagplätze waren im 18. Jahrhundert die Frankfurter Messe und Danzig. Am teuersten waren die weißen Borsten. In einem Werk des 19. Jahrhunderts erfahren wir mehr: "..., und es dürfte nicht Jedermann geläufig sein, das ein Pfund Borsten bester Sorte etwa 2 Thaler zu kosten pflegt, mithin eines der mächtigen Fässer, in denen die Ware sortiert oder unsortiert in den Großhandel kommt, einen Werth bergen kann, der an die 1000 Thaler hinanreicht."
Die Borsten wurden vom Bürstenmacher gekämmt, in heißer Alaunlösung gereinigt, längere Zeit der Luft und Sonne ausgesetzt, um sie zu bleichen. Oftmals wurden die Borsten auch gefärbt. Hierzu verwendete man Essig und Krapp (rot), Safran (gelb) und Holunderbeeren für eine blaue Färbung. Neben den Borsten verwendeten die Bürstenmacher auch Pferde-, Dachs-, Ziegenhaare und den Schweif der Eichhörnchen. Die Pferdehaare bezog er zu dieser Zeit vom Perückenmacher, der nur die Haare verwendete, die einen Glanz hatten.
Großen Aufschwung erhielt die deutsche Bürstenmacherei durch einen Todtnauer Müllersohn namens Leodegar Thoma (1756 - 1821). Ihm ist es zu verdanken, dass die Bürstenmacherei zu der jüngsten der historischen Hausindustrien des Schwarzwaldes wurde. Es wird berichtet: "Die Arbeitsteilung ist es, die der Schwarzwälder Bürstenmacherei einen gewaltigen Vorsprung vor dem zünftigen Gewerbe gab. Thoma teilte die Arbeiten unter seiner zahlreichen Familie dergestalt aus, dass der eine mit Zurechtlegung der Borsten, der andere mit dem Binden, der dritte mit der Herrichtung des Bürstenholzes, ein vierter mit der Einsenkung der Haarbüschel, andere mit Verpichen, Durchziehen usw. beschäftigt wurden." Später sonderten sich die Haarbinder von den Borstenbindern. Das "Hölzlemachen" wurde zu einem eigenen Gewerbe, und das Sammeln der Borsten wurde eine eigene Beschäftigung.

Handeinzug
Als Handeinzug bezeichnet man das Einziehen von Besen, Bürsten usw. von Hand. Handeingezogene Ware überzeugt immer wieder durch ihre hohe Qualität, Langlebigkeit und ihre außergewöhnliche Schönheit. Der Handeinzug ermöglicht individuelle Gestaltung und lässt jedes Exemplar als kleines Kunstwerk erscheinen. Auch bietet sich hier die Möglichkeit der Reparatur von oftmals besonderen "Erbstücken".
Zum Einziehen wird zunächst der entsprechende Holzkörper benötigt, welcher aus einem Stück bestehen kann, wie z.B. bei Schrankbesen, bei denen der Draht nachher sichtbar bleibt. Er kann auch aus zwei Teilen bestehen, wie z.B. bei Handfegern und Besen. Hier wird der ungebohrte Teil als Deckblatt zum Verdecken des Drahtes verwendet. Die Hölzer sind mit konisch gebohrten Löchern versehen, was bewirkt, dass sich die richtigen Menge Besatz selbst im Loch festzieht. Bei zu viel Haaren passt das Büschel nicht ins Loch, bei zu wenig fällt es durch.
Neben den Haaren und Fasern benötigt der Bürstenmacher einen elastischen Spezialdraht, der auf einer Stockspindel aufgewickelt ist. Zu Beginn fädelt er den Draht in die kleinere Öffnung des Anfangsloches, so dass er vor der gegenüberliegenden großen Öffnung eine Schlaufe bildet. In diese Schlaufe wird nun das Besatzmaterial gelegt, doppelt gehalten und festgezogen. So wird Loch für Loch und Reihe für Reihe gearbeitet.
Nach jeder Reihe erfolgt der Schnitt des Besatzmaterials. Die Löcher werden nach einer bestimmten Reihenfolge gearbeitet, so dass die ganze Besatzfläche mit einem Stück Draht fertiggestellt werden kann. Zuletzt wird das Anfangs- mit dem Endstück verdreht bzw. vernäht und gegebenenfalls der Deckel aufgeschraubt bzw. genagelt. Als letzter Schliff erfolgt das Ausputzen des Werkstückes mit einem Metallkamm oder einer Hechel. Ein kleiner Tipp: Sie erhalten die Schönheit Ihrer Besen und Bürsten länger, wenn sie hängend bzw. auf dem Rücken liegend aufbewahrt werden, damit der Besatz sich entfalten kann.